Caritas Dinslaken
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Konzept zur Schulsozialarbeit in Dinslaken

Seit Jahren sind pädagogische Fachkräfte an den unterschiedlichen Schultypen in unserer Stadt tätig. Durch die unterschiedliche Ausstattung sind sie auch unterschiedlich zu bewerten. So befinden sich an einigen Schulen Sozialarbeiter im Landesdienst. Sie leisten wichtige Arbeiten in den jeweiligen Schulen und haben hier unverzichtbare Funktionen übernommen.

An der Fröbelschule befinden sich seit August 2008 pädagogische Fachkräfte mit dem Auftrag, in der Schule selbst und nach Anforderung auch in den weiteren Grundschulen unserer Stadt zu wirken. Bei der personellen Ausstattung zentriert sich die Arbeit vornehmlich auf die Einzelfallhilfe.

Im Frühjahr 2007 musste ein dreijähriges Projekt der Schulsozialarbeit an der Ernst Barlach Gesamtschule beendet werden. Es wurde durch die Schule als ausgesprochen erfolgreich bezeichnet und war bei den Problemlagen der Schüler und Schülerinnen lösend, stützend und weiterbringend. Die Personalausstattung mit 1,5 Vollzeitstellen kann als ideal bezeichnet werden. Dies besonders, da durch die personelle Ausstattung eine Teambildung möglich wurde.

Die aktuellen Problemlagen der Schulen spiegeln die gesellschaftliche Realität wieder. Die Notwendigkeit sozialarbeiterischen Handelns wird in der fachlichen Diskussion allgemein nicht mehr bezweifelt. Ein Blick in die Praxis der Schulsozialarbeit fördert zuallererst eine immense Anliegenvielfalt zu Tage. Es gibt wohl kaum ein Anliegen oder eine Problemlage von Kindern und Jugendlichen, deren sich Schulsozialarbeit nicht angenommen hat. So gehören Individualprobleme wie Schulverweigerung und Schulunlust, Konzentrationsschwierigkeiten, Hyperaktivität, Lernprobleme und gewalttätiges Verhalten ebenso zum Alltag der Schulsozialarbeit wie mangelndes Durchsetzungsvermögen und unzureichende Konfliktverarbeitungsstrategien.

Die über Gruppenarbeit angegangenen Anliegen reichen von strukturierten auf Korrektur oder Prävention ausgerichteten Formen (z. B. Stressmanagement, soziales Kompetenztraining, Ärgerbewältigung, Streit-Schlichter-Programme etc.) bis zu relativ freien Angeboten der Erlebnis- und Freizeitpädagogik, nicht zu vergessen Angebote wie Schülercafe und Schülertreff. Auf der Ebene der Gemeinwesenarbeit imponieren Projekte, in denen z. B. Schule und Stadtteil oder Schule und spezifische Einrichtungen (z. B. ein Jugendhaus) vernetzt werden.

Es muss eine klare Abgrenzung zum pädagogischen Bereich gegeben sein, damit ausgeschlossen werden kann, dass quantitative und qualitative Defizite von Schule und deren Ausstattung, die in der Landesverantwortung liegen, durch kommunal finanzierte Schulsozialarbeit kompensiert werden sollen. Deshalb ist der bereits durch die Stadt Dinslaken entschiedene Weg, auch in Hinsicht auf die Vernetzung sich in der Aufgabenerledigung auf Freie Träger zu stützen, richtig.

Die standortspezifische Erarbeitung relevanter Anliegenbereiche führt wohl in den meisten Fällen immer noch zu einer Vielzahl potentieller Inhalte, die unter einer professionellen Perspektive nicht alle sofort in Angriff genommen werden können. Bedenkt man die personelle Ausstattung von Schulen mit Schulsozialarbeitern so wird sofort einsichtig, dass ein wesentliches Merkmal der Praxis von Schulsozialarbeit die Beschränkung und Konzentration auf wesentliche Aufgaben und Inhalte sein muss. Nur auf diese Weise ist gesichert, dass sich Schulsozialarbeit nicht selbst hoffnungslos überfordert. Es ist deshalb notwendig, die gemeinsam erarbeiteten Anliegen entsprechend ihrer standortspezifischen Relevanz in einer Rangreihe zu gewichten und sich Zug um Zug, d. h. sukzessiv statt simultan, mit ihnen auseinanderzusetzen.

Konzeption:

Der Aufgabenbereich der kommunal finanzierten Schulsozialarbeit muss gemäß der o.g. Prämissen zum einen differenziert werden von Aufgaben nach dem KJHG (§27 ff) zum anderen darf diese nicht Aufgaben der Schule übernehmen. Als mögliche Aufgaben seien hier exemplarisch genannt:

-          Beratungsarbeit (SchülerInnen, LehrerInnen, Eltern)

-          Sozialpädagogische Gruppenarbeit

-          Krisenintervention

-          Streitschlichtung

-          Vernetzungs- und Kooperationsarbeit

Im Rahmen der Vernetzung von Schulsozialarbeit sollte keine starre auf Stellen begrenzte Verteilung, sondern ein dem Träger zur Verfügung gestelltes Stundenkontingent Fördergrundlage sein. So ist gewährleistet, Hilfe genau dort und zu dem Zeitpunkt anzubieten, an der sie benötigt wird. Zur Verortung werden zwei weiterführende Schulen als Stützpunktschulen bestimmt. An diesen Schulen werden die pädagogischen Fachkräfte angesiedelt…Über die Vergabe der Stundenkontingente entscheidet der Jugendhilfeausschuss analog zum kommunalen Jugendförderplan innerhalb einer Legislaturperiode von 5 Jahren. Dadurch wird die Anstellung der pädagogischen Fachkräfte bei einem Träger der Jugendhilfe, die Vernetzung, das Wissen und die Unterstützung des kommunalen Netzwerkes sichergestellt.

In der Stadt Dinslaken hat sich die Schulsozialarbeit mit vielen guten Ansätzen bewährt.

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Sabine Giebels

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