Caritas Dinslaken
Zentralnummer des Caritasverbandes:
0180 - 5 - 999 - 313 [Ortstarif] info@caritas-dinslaken.de

Sozialstundenprojekt

Pädagogische Betreuung

Grundsätzliche Voraussetzungen

Jugendliche, die straffällig geworden sind und die richterliche Weisung erhalten haben, Sozialstunden abzuleisten, werden von der Jugendgerichtshilfe an den Caritasverband weiter vermittelt, wenn sie bei der Ableistung ihrer Stunden eine sozialpädagogische Betreuung benötigen.

Der Teilnehmerkreis liegt bei maximal 13 Probanden, mit bis zu 200 Sozialstunden pro Jugendlicher.

Die Teilnehmer werden zu einem Erstgespräch eingeladen. Organisatorische und verwaltungsspezifische Fragen werden geklärt. Aspekte von Straftat-Strafe-Sozialstunden-Wiedergutmachung werden bearbeitet.

Gesetzliche Grundlage

Die gesetzliche Grundlage finden wir im § 10 des Jugendgerichtsgesetzes.

Zielgruppe

Im Rahmen eines Strafverfahrens werden,

  • Jugendliche zwischen 14 und 18 Jahren
  • Heranwachsende zwischen 18 und 21 Jahren und
  • junge Erwachsene, die zur Tatzeit bis 21 Jahre alt waren

durch den Jugendrichter mit der Auflage belegt, Sozialstunden abzuleisten.

Ablauf einer Maßnahme

Die Jugendgerichtshilfe vermittelt den Probanden an den Caritasverband. Der Caritasverband vereinbart mit dem Jugendlichen einen Termin zum Erstgespräch.
Nach dem Erstgespräch wird der Jugendliche, seinen Fähigkeiten, Ressourcen und unter Berücksichtigung seiner individuellen Situation entsprechend in der Einrichtung vor Ort und/oder im Gruppenprojekt eingesetzt.

Sollten Probleme mit Personen oder der Tätigkeit auftreten, sucht der Caritasverband gemeinsam mit dem Jugendlichen nach einer entsprechenden Lösung.

Sobald die gesamten Sozialstunden vom Jugendlichen abgeleistet wurden, wird dies der Jugendgerichtshilfe mitgeteilt.

  • Die Probanden werden während sie ihre Sozialstunden absolvieren betreut und erhalten die Möglichkeit über die Beweggründe zur Tat - Probleme und Konflikte - die sie beschäftigen zu sprechen.
  • Die Ableistung der Sozialstunden sollen den Jugendlichen die Möglichkeiten geben sich weiter zu entwickeln, neue Wege für sich zu entdecken und eigene Ressourcen zu erkennen. Sie sollen durch die Gestaltungsprojekte motiviert werden, ihre Sozialstunden abzuleisten und einen Sinn darin zu sehen.

Inhalte und Ziele

Ein sinnvoller Beitrag zum Gemeinwesen

Der einzelne Jugendliche oder junge Volljährige soll die Möglichkeit erhalten, gemeinnützige Arbeit nicht ausschließlich als staatliche Repression zu erfahren, sondern diese unter Berücksichtigung des von ihm begangenen Normenverstoßes als einen persönlichen Beitrag zum Gemeinwesen anzuerkennen.
Im Idealfall kann die Verrichtung der Sozialstunden im Projekt dazu führen,
dass der Jugendliche:

  • seine Stärken und Fähigkeiten besser einschätzen lernt.
  • seine Einstellung zur Arbeit positiv verändert.
  • lernt sich an Regeln und Absprachen zu halten.
  • lernt etwas zu Ende zu bringen.
  • nicht mehr straffällig wird

Methoden

  • Kontakt zur Familie/ Angehörigen aufnehmen
  • Eruieren der Straftat und der Umstände
  • Konflikte herausfiltern und minimieren
  • Krisenintervention
  • Kontaktmanagement/ Vermittlungsmanagement
  • Positive Ansätze verstärken
  • Transparentes Arbeiten
  • Durchhaltevermögen fördern
  • Erfolgserlebnisse vermitteln
  • Gruppenzusammengehörigkeit fördern
  • Gruppenerfahrung vermitteln
  • Gruppenkonflikte erkennen und intervenieren
  • Projekte gemeinsam planen und durchführen
  • Spannungen innerhalb der Gruppe aushalten
  • Sozialkompetenz fördern

Durch die pädagogische Begleitung soll vor allem Motivationsarbeit beim Jugendlichen geleistet werden, so dass dieser seiner Auflage nachkommen kann. Wie viel der Jugendliche an Unterstützung bedarf, ist dabei individuell verschieden.

Ihr Ansprechpartner

Bernadette Nohlen

Telefon:
02064 / 49 165

Telefax:
02064 / 49 167

E-Mail:
jugendhilfe(at)caritas-dinslaken.de

Adresse:
Siegfriedstraße 36
46539 Dinslaken

Dirk Gerzmann